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Simon-Probleme
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Die Simon-Probleme sind eine Liste von fĂŒnfzehn Problemen aus der mathematischen Physik, die Barry Simon 1984 zusammenstellte.cite-ref-1[1] und 2000 aktualisiertecite-ref-2[2]
Simon zĂ€hlte 1984 fĂŒnfzehn Probleme auf, die meist jeweils mehrere Teilprobleme hatten, so dass man je nach ZĂ€hlung auch auf 35 kommt.cite-ref-3[3] Einige der Probleme sind auĂerordentlich schwierige Grundlagenprobleme und einige von Simon bewusst (nach dem Vorbild einiger der Hilbertschen Probleme) sehr vage formuliert und umreiĂen eher Forschungsfelder.
Contents
âą Liste von 2000
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Problem 1: N-Körper-Problem in Newtonscher Gravitationstheorie
âą Problem 1A: Gefragt wird nach der Existenz globaler Lösungen in der Zeit. FĂŒr N = 2 {\displaystyle N=2} hat die Menge der AnfangszustĂ€nde, fĂŒr die global keine Lösung existiert (das heiĂt allgemein fĂŒr N Teilchen: zwei oder mehr Teilchen kommen sich in endlicher Zeit beliebig nahe, dann divergieren Potential und Geschwindigkeiten), das MaĂ Null im Phasenraum (da sie eine Untermenge der Lösungen mit Gesamtdrehimpuls Null ist). Man zeige, dass dies auch fĂŒr N â„ â„ 3 {\displaystyle N\geq 3} gilt.
Probleme dieser Art behandelte zuerst Paul PainlevĂ©. Er zeigte, dass fĂŒr N = 3 {\displaystyle N=3} (und damit auch fĂŒr weniger Teilchen) alle SingularitĂ€ten vom Kollisionstyp sind. Zhihong Xia bewies 1992, dass es fĂŒr N â„ â„ 5 {\displaystyle N\geq 5} Lösungen gibt, in denen ein Teilchen in endlicher Zeit ins Unendliche entkommt in einer Lösung vom Nicht-Kollisionstyp (fĂŒr N = 4 {\displaystyle N=4} ist unbekannt, ob es solche SingularitĂ€ten vom Nicht-Kollisionstyp gibt). Donald Saari zeigte 1977, dass fĂŒr N = 4 {\displaystyle N=4} (oder weniger Teilchen) die Menge der AnfangszustĂ€nde fĂŒr die keine globale Lösung existiert das MaĂ Null hat. AuĂerdem bewies er, dass die Menge der Anfangsbedingungen, die zu Kollisionen fĂŒhren fĂŒr jedes N {\displaystyle N} MaĂ Null hat. Zu zeigen bleibt, dass die Menge der Anfangsbedingungen mit den SingularitĂ€ten vom Nicht-Kollisionstyp fĂŒr N â„ â„ 5 {\displaystyle N\geq 5} das MaĂ Null hat. Das Problem ist ungelöst (2016).cite-ref-4[4] WĂŒrde bewiesen, dass die Menge der Anfangsbedingungen die zu SingularitĂ€ten fĂŒhren in der Newtonschen Gravitationstheorie das MaĂ Null hat, wĂ€re damit im mathematischen Sinn âfĂŒr fast alleâ Anfangsbedingungen gezeigt, dass die Newtonsche Gravitationstheorie deterministisch ist.cite-ref-5[5]
âą Problem 1B: Das von Simon gestellte Problem, dass nach der Existenz von SingularitĂ€ten vom Nicht-Kollisionstyp fĂŒr bestimmte N {\displaystyle N} fragt, ist dagegen wie erwĂ€hnt, durch Xia, bis auf N = 4 {\displaystyle N=4} gelöst.
Die quantenmechanische Version des Problems ist dagegen gelöst, da nach Tosio Kato (1951) die Schrödingergleichung mit Coulombpotential globale Lösungen besitzt. Simon erwĂ€hnt aber das wichtigste noch offene Probleme auf dem Gebiet von Lösbarkeitsfragen zur Schrödingergleichung, die Vermutung von Konrad Jörgens: Sei W ( x ) â„ â„ V ( x ) {\displaystyle W(x)\geq V(x)} auf R Μ Μ {\displaystyle \mathbb {R} ^{\nu }} und M {\displaystyle M} eine endliche Vereinigung geschlossener Untermannigfaltigkeiten von R Μ Μ {\displaystyle \mathbb {R} ^{\nu }} . Weiter sei â â Î Î + V {\displaystyle -\Delta +V} wesentlich selbstadjungiert auf C 0 â â ( R Μ Μ â â M ) {\displaystyle C_{0}^{\infty }(\mathbb {R} ^{\nu }\setminus M)} (wobei C 0 â â {\displaystyle C_{0}^{\infty }} die Menge glatter Funktionen mit kompaktem TrĂ€ger) und von unten beschrĂ€nkt ist. Dann ist â â Î Î + W {\displaystyle -\Delta +W} wesentlich selbstadjungiert auf C 0 â â ( R Μ Μ â â M ) {\displaystyle C_{0}^{\infty }(\mathbb {R} ^{\nu }\setminus M)} .
Problem 2: Ergodentheorie
Die Ergodentheorie ist mit den Grundlagen der statistischen Mechanik verbunden. Im thermodynamischen Gleichgewicht hĂ€ngen makroskopische Systeme nur von wenigen Parametern ab, was auf eine Gleichverteilung im Phasenraum deutet. Ein dazu untersuchtes Modell ist das Gas harter Kugeln, fĂŒr das Jakow Sinai in den 1960er Jahren ErgodizitĂ€t bewies.cite-ref-6[6]
âą Problem 2A: Man erweitere den Beweis von Sinai auf Soft Core Potentiale (stetige, repulsive Potentiale).
FĂŒr Potentiale mit anziehenden Komponenten könnte man die AnnĂ€herung an das Gleichgewicht nach Arthur Wightman dadurch erklĂ€ren, dass nur ein Teil der Dynamik ergodisch ist, der im Grenzwert unendlichen Volumens (bei endlicher Teilchendichte) aber schlieĂlich den ganzen Phasenraum ausfĂŒllt.
âą Problem 2B: Man verifiziere das Szenario von Wightman fĂŒr geeignete Potentiale oder zeige auf andere Weise die AnnĂ€herung an das Gleichgewicht.
SchlieĂlich betrachtet Simon die Quantentheorie und gibt als Beispiel ein Problem ĂŒber das quantenmechanische Heisenberg-Modell auf einem unendlichen Gitter. Man beweise (Problem 2C), dass dieses asymptotisch abelsch ist (oder widerlege das).
Problem 3: Langzeitverhalten dynamischer Systeme
Man formuliere eine umfassende Theorie des Langzeitverhaltens dynamischer Systeme einschlieĂlich der Entstehung von Turbulenz. Simon gibt selbst zu, dass die Formulierung sehr allgemein ist, begrĂŒndet das aber mit der Wichtigkeit des Gebiets, das seiner Ansicht nach zu diesem Zeitpunkt (1984) noch nicht ein Stadium der Reife erlangt hatte, so dass noch nicht klar war, was die wirklich entscheidenden offenen Fragen sind. Weiter sah er zwar Fortschritte bei der Frage der Entstehung von Turbulenz (Jean-Pierre Eckmann, David Ruelle) nicht aber bei der Theorie voll ausgeprĂ€gter Turbulenz. Simon hielt auch die Verbindung zur Theorie der Navier-Stokes-Gleichungen zur Turbulenz fĂŒr nicht genĂŒgend geklĂ€rt und die Theorie der Existenz von Lösungen der Navier-Stokes-Gleichung fĂŒr unbefriedigend. Das letztere Problem ist eines der Millennium-Probleme.
Problem 4: Transporttheorie
âą Problem 4A: Simon fragt nach einem mechanischen Modell, in dem das Fouriersche Gesetz der WĂ€rmeleitung auf mikroskopischer Grundlage folgt. Das System habe die Ausdehnung L {\displaystyle L} und die Temperaturdifferenz Î Î T {\displaystyle \Delta T} zwischen den Enden, dann sollte nach Fourier die WĂ€rmeleistung Q Ë Ë âŒ âŒ 1 L {\displaystyle {\dot {Q}}\sim {\tfrac {1}{L}}} sein fĂŒr L â â â â {\displaystyle L\to \infty } . Simon merkt an, dass dazu ein Mechanismus zur Diffusion aufgrund von Wechselwirkung der Teilchen untereinander vorliegen muss, da nicht wechselwirkende Teilchen keine AbhĂ€ngigkeit der WĂ€rmeleitung von L {\displaystyle L} zeigen (wenn man bei Erhöhung der LĂ€nge L {\displaystyle L} die Teilchenzahl erhöht, so dass die Dichte konstant bleibt). Das Problem ist offen.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]
âą Problem 4B: Simon verlangt nach einer strengen BegrĂŒndung der Kubo-Formel in der Quantenstatistik.
Problem 5: Heisenberg-Modell
Betrachtet werden Modelle mit nĂ€chsten Nachbarn wechselwirkender Spins auf dem Gitter der Dimension Μ Μ {\displaystyle \nu } , wobei der Spin Ï Ï {\displaystyle \sigma } auf der Einheitskugel im D {\displaystyle D} -dimensionalen Raum ist, was fĂŒr D = 1 {\displaystyle D=1} dem Ising-Modell, D = 2 {\displaystyle D=2} dem XY-Modell (planarer Rotator) und D = 3 {\displaystyle D=3} dem Heisenberg-Modell entspricht. Ein weiterer Parameter in diesen Modellen der statistischen Mechanik ist die inverse Temperatur ÎČ ÎČ {\displaystyle \beta } . Man sagt, das Modell habe langreichweitige Ordnung, falls der Erwartungswert lim r â â â â âš âš Ï Ï ( 0 ) â
â
Ï Ï ( r ) â© â© â â 0 {\displaystyle \lim _{r\to \infty }\langle \sigma (0)\cdot \sigma (r)\rangle \neq 0} . Das Verhalten der Modelle unterscheidet sich stark nach Raumdimension und Topologie des Spinraums (der im Ising-Modell zudem diskret ist, bei XY und Heisenberg-Modell kontinuierlich).
âą Ising-Modell ( D = 1 {\displaystyle D=1} ). FĂŒr Μ Μ â„ â„ 2 {\displaystyle \nu \geq 2} gibt es langreichweitige Ordnung fĂŒr genĂŒgend groĂe ÎČ ÎČ {\displaystyle \beta } (genĂŒgend tiefe Temperatur) nach Rudolf Peierls.
âą FĂŒr Μ Μ = 2 {\displaystyle \nu =2} gibt es keine langreichweitige Ordnung bei kontinuierlichen Symmetrien wie im Heisenberg-Modell (Mermin-Wagner-Theorem)
âą FĂŒr Μ Μ â„ â„ 3 {\displaystyle \nu \geq 3} existiert fĂŒr D â„ â„ 2 {\displaystyle D\geq 2} und groĂe ÎČ ÎČ {\displaystyle \beta } eine langreichweitige Ordnung (JĂŒrg Fröhlich, Thomas C. Spencer, B. Simon 1976).cite-ref-9[9]
Damit verbunden ist das Verhalten der Spin-Spin-Korrelationsfunktion âš âš Ï Ï ( 0 ) â
â
Ï Ï ( r ) â© â© {\displaystyle \langle \sigma (0)\cdot \sigma (r)\rangle } fĂŒr groĂe AbstĂ€nde r {\displaystyle r} : zerfĂ€llt die Funktion nach einem Potenzgesetz oder exponentiell ?. FĂŒr D = 2 {\displaystyle D=2} zeigten Fröhlich und Spencer, dass sie fĂŒr groĂe ÎČ ÎČ {\displaystyle \beta } und zwei Dimensionen nur gemÀà einem Potenzgesetz zerfĂ€llt. FĂŒr D â„ â„ 3 {\displaystyle D\geq 3} und zwei Dimensionen wird exponentieller Zerfall erwartet.
âą Problem 5A: Es wird ein strenger Beweis im Fall D = 3 {\displaystyle D=3} (Heisenbergmodell) gefordert.
Weitere Probleme betreffen die Phasenstruktur im Heisenbergmodell.
âą Problem 5B: Zu beweisen ist, dass die Gleichgewichts-Phasen fĂŒr tiefe Temperaturen beim Heisenbergmodell durch einen einzigen Einheitsvektor beschrieben werden der zum Beispiel die Magnetisierungsrichtung angibt.
âą Problem 5C: Fordert einen Beweis der Griffiths-Kelly-Sherman (GKS) Ungleichungen im Heisenberg-Modell fĂŒr Erwartungswerte von Produkten von Funktionen, die aus Spin-Spin-Korrelationsfunktionen aufgebaut sind. FĂŒr das Isingmodell wurde sie von Robert Griffiths (1967), D. J. Kelly und S. Sherman (1968) bewiesen, fĂŒr D = 2 {\displaystyle D=2} wurde sie von Jean Ginibre 1970 bewiesen, der Fall D = 3 {\displaystyle D=3} ist offen.
âą Problem 5D: Betreffend die Quantenversion des Heisenbergmodells. Man beweise, dass diese fĂŒr Μ Μ â„ â„ 3 {\displaystyle \nu \geq 3} und genĂŒgend groĂe ÎČ ÎČ {\displaystyle \beta } eine langreichweitige Ordnung hat (und damit einen PhasenĂŒbergang).
FĂŒr das quantenmechanische Problem wurde die Existenz von Phasen langreichweitiger Ordnung fĂŒr endliche Temperaturen und den Heisenberg Antiferromagneten (Spin 1, 3/2, âŠ) mit NĂ€chster-Nachbar-Wechselwirkung auf kubischem Gitter in drei und mehr Dimensionen von Freeman Dyson, Elliott Lieb und Barry Simon 1978 bewiesen (und fĂŒr weitere Spinsysteme wie das XY-Modell mit Spin 1/2).cite-ref-10[10] Offen blieben dabei der Spin-1/2 Fall beim Antiferromagneten und der Fall des Ferromagneten.cite-ref-11[11] FĂŒr den Grundzustand ( T = 0 {\displaystyle T=0} ) bewiesen E. Jordao Neves und J. Fernando Perez 1986 die Existenz langreichweitiger Ordnung fĂŒr den zweidimensionalen Heisenberg-Antiferromagneten und Spin S â„ â„ 3 2 {\displaystyle S\geq {\tfrac {3}{2}}} cite-ref-12[12] was von Tom Kennedy, S. Shastry und Elliott Lieb auf alle Dimensionen gröĂer als zwei und alle Spins S > 0 {\displaystyle S>0} erweitert wurde.cite-ref-13[13] Offen blieb der Fall des Ferromagneten fĂŒr endliche Temperatur und drei und mehr Dimensionen (Problem 5D) und der Fall des Antiferromagneten im Grundzustand fĂŒr Spin 1/2 und zwei Dimensionen.
Simon fĂŒhrt noch sechs weitere Probleme zu Gittermodellen auf.
Problem 6: Ferromagnetismus
Beim Ferromagnetismus besteht eine starke Tendenz der Elektronen ihren Spin parallel auszurichten, was nach Werner Heisenberg dadurch erklĂ€rt wird, dass wegen der ElektronenabstoĂung die Ortswellenfunktion der Elektronen möglichst antisymmetrisch ist und nach dem Pauliprinzip deshalb die Spinwellenfunktion möglichst symmetrisch (parallele Spins). Simon stellt das Problem, diese Heisenbergsche ErklĂ€rung mathematisch in einem realistischen Modell zu untermauern. In einer Dimension hatten Elliott Lieb und Daniel Mattis 1962cite-ref-14[14] gezeigt, dass so kein Ferromagnetismus entstehen kann (der Gesamtdrehimpuls des Grundzustands einer geraden Anzahl Elektronen ist in einer Dimension Null).
Problem 7: PhasenĂŒbergĂ€nge im Kontinuum
Hier geht es um den Beweis der Existenz von PhasenĂŒbergĂ€ngen in Modellen mit Ăbergang zum Kontinuum (im Gegensatz zu Gittermodellen) mit einigermaĂen realistischer Wechselwirkung.cite-ref-15[15] Dabei wird der PhasenĂŒbergang als Unstetigkeit in der freien Energie definiert. Der Ăbergang ins Kontinuum entspricht dem Grenzwert unendlichen Volumens bei konstant gehaltener Dichte. An das Paarpotential werden bestimmte Anforderungen gestellt, die zum Beispiel fĂŒr das hĂ€ufig fĂŒr interatomare Wechselwirkung betrachtete Lennard-Jones-Potential gelten. Insbesondere soll gelten:
âą StabilitĂ€t â â i < j v i j â„ â„ â â C N {\displaystyle \sum _{i<j}v_{ij}\geq -CN} (fĂŒr die Summe ĂŒber die Teilchenpaare und N {\displaystyle N} Teilchen), mit einer positiven Konstanten C {\displaystyle C} .
âą Wachstumsbedingung | v ( x ) | ††C ( 1 + | x | ) 3 + Ï” Ï” {\displaystyle |v(x)|\leq {\frac {C}{{(1+|x|)}^{3+\epsilon }}}}
Problem 8: Strenge Theorie der Renormierungsgruppe
Darin geht es um die Theorie der Renormierungsgruppe von Kenneth Wilson, die zwar in einigen FĂ€llen (Nichtlineare Abbildungen des Einheitsintervalls nach Mitchell Feigenbaum, Jean-Pierre Eckmann, Collet, Oscar Lanford) schon streng mathematisch behandelt wurden, in der ursprĂŒnglichen Anwendung in der statistischen Mechanik tauchen aber Funktionen mit unendlich vielen Variablen auf und Simon stellt das Problem am Beispiel des Ising-Modells in D {\displaystyle D} -Dimensionen eine mathematisch prĂ€zise Formulierung zu finden.
AuĂerdem wird als Problem 8B der Beweis der UniversalitĂ€t im dreidimensionalen Ising-Modell gestellt (UnabhĂ€ngigkeit der kritischen Exponenten von den relativen VerhĂ€ltnissen der StĂ€rke der Wechselwirkung zwischen nĂ€chsten Nachbarn in allen drei Raumrichtungen).
Das Problem ist offen (selbst fĂŒr das zweidimensionale Modell wurde UniversalitĂ€t und konforme Invarianz im Skalierungsgrenzfall erst 2012 von Stanislaw Smirnow und Dmitri Sergejewitsch Tschelkak streng bewiesen).
Problem 9: Asymptotische VollstÀndigkeit von Streuprozessen
Der Problemkreis betrifft die Streutheorie, das heiĂt das Studium der zeitabhĂ€ngigen Schrödingergleichung fĂŒr Zeiten t â â ± ± â â {\displaystyle t\to \pm \infty } .cite-ref-16[16] Lange Zeit beschrĂ€nkte sich der Fortschritt in der streng mathematischen Beschreibung auf bis zu drei Teilchen (Dreikörperproblem durch Ludwig Faddejew u. a. in den 1960ern). Bedeutende Fortschritte im Vielteilchenfall wurden 1978 durch Volker EnĂ erzielt (Methoden der mikrolokalen Analysis), 1981 durch Eric Mourre (Methode der lokalen positiven Kommutatoren) und die geometrische Formulierung des Problems durch Simon, Schmuel Agmon, Volker EnĂ, Israel Michael Sigal u. a. mit Trennung der Bewegung der Schwerpunktsysteme der stabilen Teilchen-Cluster und deren innerer Bewegung und ist das Hauptproblem der mathematischen Streutheorie. Asymptotische VollstĂ€ndigkeit betrifft die vollstĂ€ndige Beschreibung der möglichen StreuzustĂ€nde fĂŒr t â â ± ± â â {\displaystyle t\to \pm \infty } als freie Teilchen und stabile Cluster (gebundene ZustĂ€nde) von Teilchen. Simon stellte in Problem 9A den Beweis asymptotischer VollstĂ€ndigkeit fĂŒr kurzreichweitige Potentiale V i j {\displaystyle V_{ij}} der Wechselwirkung zweier Teilchen in drei und mehr Dimensionen und in Problem 9B fĂŒr Coulombpotentiale in drei Dimensionen.
Das Problem fĂŒr kurzreichweitige Potentiale ( V i j ( r ) ⌠⌠1 r ÎŒ ÎŒ {\displaystyle V_{ij}(r)\sim {\frac {1}{r^{\mu }}}} , ÎŒ ÎŒ > 1 {\displaystyle \mu >1} ) im N {\displaystyle N} -Teilchensystem wurde von Israel Michael Sigal und Avy Soffer 1987 gelöstcite-ref-17[17], fĂŒr langreichweitige Potentiale 1993 von Sigal und Soffercite-ref-18[18] ( ÎŒ ÎŒ â„ â„ 3 â â 1 {\displaystyle \mu \geq {\sqrt {3}}-1} ) und Jan Derezinski.cite-ref-19[19]
Problem 10: Quantentheorie von Atomen und MolekĂŒlen (Coulombpotentiale)
Das erste Problem betrifft die Gesamtbindungsenergie E ( N , Z ) {\displaystyle E(N,Z)} in einem Atom oder MolekĂŒl mit N {\displaystyle N} Elektronen und Kernladung(en) Z {\displaystyle Z} , wobei die Kerne fixiert sind (Born-Oppenheimer-NĂ€herung). Die Ionisierungsenergie ist Î Î E ( N , Z ) = E ( N â â 1 , Z ) â â E ( N , Z ) {\displaystyle \Delta E(N,Z)=E(N-1,Z)-E(N,Z)} .
âą Problem 10A: MonotonitĂ€t der Ionisierungsenergie. Î Î ( N â â 1 , Z ) â„ â„ Î Î ( N , Z ) {\displaystyle \Delta (N-1,Z)\geq \Delta (N,Z)} . Anschaulich entspricht das der Tatsache, dass es mehr Energie erfordert die inneren Elektronen als die Ă€uĂeren zu entfernen.
âą Problem 10B: Verlangt nach einem strengen Beweis der Scott-Korrektur. Dieses Problem betrifft die Bindungsenergie eines neutralen Atoms im Thomas-Fermi-Modell. E ( Z , Z ) = E ( Z ) {\displaystyle E(Z,Z)=E(Z)} wird fĂŒr groĂe Z {\displaystyle Z} entwickelt. Nach Elliott Lieb und Simon ist lim Z â â â â E ( Z ) = e T F â
â
Z 7 3 {\displaystyle \lim _{Z\to \infty }E(Z)=e_{TF}\cdot Z^{\frac {7}{3}}} in fĂŒhrender Ordnung in Z {\displaystyle Z} (mit der Thomas-Fermi-Energie e T F {\displaystyle e_{TF}} ) und nach Scott ist der Term nĂ€chster Ordnung e S c o t t Z 2 {\displaystyle e_{Scott}Z^{2}} (mit einer von J. M. C. Scott 1952 gefundenen Konstanten e S c o t t {\displaystyle e_{Scott}} ).cite-ref-20[20]
âą Problem 10C: Fordert nach einer entsprechenden asymptotischen Entwicklung (fĂŒr groĂe Z {\displaystyle Z} ) fĂŒr die Ionisierungsenergie Î Î E ( Z , Z ) {\displaystyle \Delta E(Z,Z)} .
âą Problem 10D: Simon fragt nach der maximalen Ionenladung eines Atoms N ( Z ) {\displaystyle N(Z)} (maximale Anzahl der von einem Atom der Kernladung Z {\displaystyle Z} gebundenen Elektronen N ( Z ) {\displaystyle N(Z)} ). Die Existenz einer solchen maximalen Ladung wurde von Mary Beth Ruskai und I. M. Sigal bewiesen, fĂŒr groĂe Z {\displaystyle Z} wird vermutet, dass asymptotisch N ( Z ) = Z {\displaystyle N(Z)=Z} . Gefragt ist nach einem strengen Beweis.
Das letzte Problem knĂŒpft an die Beweise der âStabilitĂ€t der Materieâ fĂŒr fermionische Materie nach Freeman Dyson und Andrew Lenard (1967)cite-ref-21[21] und spĂ€ter Elliott Lieb und Walter Thirring (1975)cite-ref-22[22] an. Man betrachte stattdessen N {\displaystyle N} positiv und N {\displaystyle N} negativ geladene Bosonen (bosonische âProtonenâ und âElektronenâ, beide von endlicher Masse) und deren Bindungsenergie E B ( N ) {\displaystyle E_{B}(N)} . Bekannt ist â â D N 5 3 ††E B ( N ) ††â â C N 7 5 {\displaystyle -DN^{\frac {5}{3}}\leq E_{B}(N)\leq -CN^{\frac {7}{5}}} (mit Konstanten C , D {\displaystyle C,D} ).cite-ref-23[23] Bosonische Materie war damit im Gegensatz zu fermionischer nicht stabil. Die Frage war, mit welchem Exponenten die Bindungsenergie von der Teilchenzahl abhing ( α α = 7 5 {\displaystyle \alpha ={\frac {7}{5}}} , α α = 5 3 {\displaystyle \alpha ={\frac {5}{3}}} oder ein Wert dazwischen).
âą Problem 10E: Simon fragt nach Schranken
â â A N α α ††E B ( N ) ††â â B N α α {\displaystyle -AN^{\alpha }\leq E_{B}(N)\leq -BN^{\alpha }}
mit Konstanten A , B {\displaystyle A,B} und α α {\displaystyle \alpha } , wobei α α = 7 5 {\displaystyle \alpha ={\tfrac {7}{5}}} vermutet wird. Die Schranken geben ein MaĂ fĂŒr die InstabilitĂ€t bosonischer Materie. Entsprechende Schranken mit α α = 5 3 {\displaystyle \alpha ={\tfrac {5}{3}}} gab fĂŒr âProtonenâ (Kerne) unendlich hoher Masse Elliott Lieb 1979.cite-ref-24[24] Das Problem wurde 1988 von Lieb, Joseph Conlon und Horng-Tzer Yau gelöst ( 7 5 {\displaystyle {\frac {7}{5}}} ist der korrekte Exponent).cite-ref-25[25]
Problem 11: Existenz von Kristallen
Die meisten Materialien zeigen bei genĂŒgend tiefen Temperaturen eine regelmĂ€Ăige Atomanordnung in Kristallgittern, es gibt aber keinen strengen Beweis dafĂŒr in der Quantenmechanik. Man beweise also, dass der Grundzustand eines unendlich ausgedehnten neutralen Systems (Randeffekte sollten nicht einflieĂen) von Kernen (Kernladungszahl Z {\displaystyle Z} ) und Elektronen einem periodischen Grenzwert zustrebt, wenn die Anzahl der Kerne gegen unendlich geht.
Das Problem ist nach wie vor im klassischen und quantenmechanischen Fall weitgehend offen (abgesehen vom eindimensionalen Fall).cite-ref-26[26]
Problem 12: ZufÀllige und fastperiodische Potentiale
Der Problemkreis betrifft die Schrödingergleichung mit zufÀlligen oder fastperiodischen Potentialen, wie sie in verschiedenen Problemen der Festkörperphysik auftreten.
Prototypen sind fĂŒr zufĂ€llige Potentiale das Anderson Modell auf einem Gitter (das bei der Anderson-Lokalisierung als Modell dient) und die Fast-Mathieu-Gleichung bei fastperiodischem Potential. Das Anderson Modell in seiner diskreten Version ist ĂŒber die Wirkung des Hamiltonoperators auf die Wellenfunktion u {\displaystyle u} definiert:
H Ï Ï u = â â | j | = 1 u ( n + j ) + V Ï Ï u ( n ) {\displaystyle H_{\omega }u=\sum _{|j|=1}u(n+j)+V_{\omega }u(n)}
Dabei ist n â â Z Μ Μ {\displaystyle n\in \mathbb {Z} ^{\nu }} ( Μ Μ {\displaystyle \nu } ist die Raumdimension) und Ï Ï {\displaystyle \omega } steht fĂŒr eine Zufallsvariable mit gleichmĂ€Ăiger Verteilung auf [ a , b ] {\displaystyle [a,b]} . Das Spektrum ist [ a â â 2 Μ Μ , b + 2 Μ Μ ] {\displaystyle [a-2\nu ,b+2\nu ]} und fĂŒr Μ Μ = 1 {\displaystyle \nu =1} fast sicher (mit Wahrscheinlichkeit 1) ein dichtes Punktspektrum (lokalisierte ZustĂ€nde). Die Erwartung ist, dass dies fĂŒr genĂŒgend groĂe | a â â b | {\displaystyle |a-b|} auch fĂŒr Μ Μ â„ â„ 3 {\displaystyle \nu \geq 3} gilt, fĂŒr kleine | b â â a | {\displaystyle |b-a|} aber ein Intervall [ c , d ] â â [ a , b ] {\displaystyle [c,d]\subset [a,b]} mit rein absolut kontinuierlichem Spektrum (ausgedehnte Wellenfunktion) und im Komplement von [ c , d ] {\displaystyle [c,d]} in [ a , b ] {\displaystyle [a,b]} ein dichtes Punktspektrum, wobei | c â â d | {\displaystyle |c-d|} verschwindet je gröĂer | a â â b | {\displaystyle |a-b|} wird. In einer Dimension wurde Lokalisierung (reines Punktspektrum) zuerst von I. Goldsheid, S. Molchanov und L. Pastur 1977 bewiesen.cite-ref-27[27] In mehr als einer Dimension wurde Lokalisierung (beim Anderson Modell und Ă€hnlichen Modellen) fĂŒr groĂe Kopplungskonstante oder Energien nahe dem Rand des Spektrums bewiesencite-ref-28[28]cite-ref-29[29] und es besteht die Vermutung, dass fĂŒr drei und mehr Dimensionen Bereiche mit kontinuierlichem Spektrum existieren (anschaulich besteht fĂŒr die Wellenfunktion dann genug Platz um Störstellen auszuweichen). Die allgemeine Erwartung ist, dass Lokalisierung auch fĂŒr zwei Dimensionen gilt, nicht aber fĂŒr drei und mehr.
âą Problem 12A: Beweise fĂŒr Μ Μ â„ â„ 3 {\displaystyle \nu \geq 3} und geeignete (genĂŒgend kleine) Werte von b â â a {\displaystyle b-a} , dass das Anderson Modell ein rein absolut kontinuierliches Spektrum fĂŒr einen gewissen Energiebereich hat. Das heiĂt, es existieren ausgedehnte (nicht lokalisierte) ZustĂ€nde. Man zeige, dass dies fĂŒr Μ Μ = 2 {\displaystyle \nu =2} nicht gilt, sondern dass dort nur ein dichtes Punktspektrum existiert.
âą Problem 12B: Man beweise, dass im Anderson Modell und allgemein bei Zufallspotentialen der Transport Diffusions-Charakter hat.
âą Problem 12C: Man beweise, dass die integrierte Zustandsdichte k ( E ) {\displaystyle k(E)} an der MobilitĂ€tsgrenze (dem Energiebereich, in dem der Ăbergang vom kontinuierlichen zum diskreten Spektrum stattfindet) stetig in der Energie ist.
Die Probleme wurden von Simon in der aktualisierten Liste 2000 wieder aufgefĂŒhrt.
Weitere Probleme betreffen den diskreten fastperiodischen Mathieuoperator:
H α α , λ λ , Ξ Ξ u ( n ) = u ( n + 1 ) + u ( n â â 1 ) + λ λ cos ⥠⥠( Ï Ï Î± α n + Ξ Ξ ) u ( n ) {\displaystyle H_{\alpha ,\lambda ,\theta }u(n)=u(n+1)+u(n-1)+\lambda \cos(\pi \alpha n+\theta )u(n)}
wobei α α {\displaystyle \alpha } meist irrational gewĂ€hlt wird, λ λ {\displaystyle \lambda } die Kopplungskonstante ist und Ξ Ξ â â [ 0 , 2 Ï Ï ) {\displaystyle \theta \in [0,2\pi )} eine Phase darstellt. FĂŒr rationale α α {\displaystyle \alpha } ist das Spektrum rein absolut kontinuierlich.cite-ref-30[30] Das Spektrum hĂ€ngt, wie Anfang der 1980er Jahre klar wurde, nicht nur von der Kopplungskonstante, sondern auch von den arithmetischen Eigenschaften von α α {\displaystyle \alpha } ab.
Nach Peter Sarnakcite-ref-31[31] sollte das Spektrum in einer bestimmten Weise von den Diophantischen Eigenschaften von α α {\displaystyle \alpha } abhĂ€ngen. Dazu werden Liouville-Zahlen mit guten Approximationseigenschaften durch rationale Zahlen und Roth-Zahlen (benannt nach Klaus Friedrich Roth) mit nicht so guten Eigenschaften ersetzt. FĂŒr eine Roth-Zahl gilt | α α â â p q | â„ â„ C q k {\displaystyle |\alpha -{\frac {p}{q}}|\geq {\frac {C}{q^{k}}}} fĂŒr Konstante C , k {\displaystyle C,k} .
âą Problem 12D: Gesucht wird nach einer BestĂ€tigung folgender Vermutungen ĂŒber das Spektrum des Fast-Mathieu-Operators:
⹠α α {\displaystyle \alpha } sei eine Liouville-Zahl und λ λ â â 0 {\displaystyle \lambda \neq 0} , dann ist fĂŒr fast alle Phasen Ξ Ξ {\displaystyle \theta } das Spektrum singulĂ€r kontinuierlich.
⹠α α {\displaystyle \alpha } sei eine Roth-Zahl und | λ λ | < 2 {\displaystyle |\lambda |<2} , dann ist fĂŒr fast alle Phasen das Spektrum rein absolut kontinuierlich.
⹠α α {\displaystyle \alpha } sei eine Roth-Zahl und | λ λ | > 2 {\displaystyle |\lambda |>2} , dann ist das Spektrum ein dichtes Punktspektrum.
⹠α α {\displaystyle \alpha } sei eine Roth-Zahl und | λ λ | = 2 {\displaystyle |\lambda |=2} , dann ist das Spektrum rein singulÀr kontinuierlich und hat das Lebesgue-Maà Null.
Das (abgewandelt formulierte)cite-ref-32[32] Problem findet sich in der aktualisierten Liste wieder und wurde inzwischen gelöst, zum Beispiel bewies Artur Avila 2008, dass (bei irrationalen α α {\displaystyle \alpha } ) das Spektrum absolut kontinuierlich genau dann ist, falls | λ λ | < 2 {\displaystyle |\lambda |<2} (wobei λ λ â â 0 {\displaystyle \lambda \neq 0} angenommen wird).cite-ref-33[33] FĂŒr | λ λ | = 2 {\displaystyle |\lambda |=2} ist das Spektrum fast sicher rein singulĂ€r kontinuierlich (B. Simon, Svetlana Jitomirskaya, Y. Gordon, Y. Last 1997)cite-ref-34[34] und fĂŒr | λ λ | > 2 {\displaystyle |\lambda |>2} ist nach Svetlana Jitomirskaya (1999) das Spektrum fast sicher ein reines Punktspektrum (womit Anderson-Lokalisierung vorliegt).cite-ref-35[35] λ λ = 2 {\displaystyle \lambda =2} wird auch kritischer Wert der Kopplungskonstante genannt. Ergebnisse zu den Auswirkungen des Zusammenspiels von Diophantischen Eigenschaften von α α {\displaystyle \alpha } und Kopplungskonstante fĂŒr das Spektrum erzielten zum Beispiel Avila und Jitomirskaya.cite-ref-36[36]
âą Problem 12E: Es wird die kontinuierliche Version des Fast-Mathieu-Operators betrachtet:
â â d 2 d x 2 + λ λ cos ⥠⥠( 2 Ï Ï x ) + ÎŒ ÎŒ cos ⥠⥠( 2 Ï Ï Î± α x + Ξ Ξ ) {\displaystyle -{\frac {d^{2}}{dx^{2}}}+\lambda \cos(2\pi x)+\mu \cos(2\pi \alpha x+\theta )} .
Man zeige, dass dieser Operator ein Punktspektrum fĂŒr fast alle Phasen und einige Werte von α α , λ λ , ÎŒ ÎŒ {\displaystyle \alpha ,\lambda ,\mu } einnimmt.cite-ref-37[37]
Problem 13: Selbstmeidende Random Walks
Als Modell fĂŒr die exakte Berechnung kritischer Exponenten (in Verbindungen mit Gitterspinmodellen der Ï Ï 4 {\displaystyle \phi ^{4}} Feldtheorie und Anwendungen bei Polymeren) betrachtet Simon selbstmeidende Pfade auf einem Gitter Z d {\displaystyle \mathbb {Z} ^{d}} in d {\displaystyle d} Dimensionen.
Eines der interessanten Probleme ist das asymptotische Verhalten (fĂŒr die Zahl der Schritte n â â â â {\displaystyle n\to \infty } ) der Anzahl c ( n ) {\displaystyle c(n)} der selbstmeidenden Pfade der SchrittlĂ€nge n {\displaystyle n} . Ein anderes dasjenige der Asymptotik der mittleren LĂ€nge D ( n ) ⌠⌠c â
â
n Μ Μ {\displaystyle D(n)\sim c\cdot n^{\nu }} mit dem kritischen Exponenten Μ Μ {\displaystyle \nu } . Beim Random Walk wĂ€re Μ Μ = 1 2 {\displaystyle \nu ={\tfrac {1}{2}}} , man erwartet aber Μ Μ â„ â„ 1 2 {\displaystyle \nu \geq {\tfrac {1}{2}}} fĂŒr Dimensionen d â„ â„ 4 {\displaystyle d\geq 4} und Μ Μ > 1 2 {\displaystyle \nu >{\tfrac {1}{2}}} fĂŒr d ††3 {\displaystyle d\leq 3} . Simon stellt das Problem, dies streng zu beweisen.
Numerische Rechnungen unterstĂŒtzen die Vermutung (und legen speziell fĂŒr d = 2 {\displaystyle d=2} , Μ Μ = 3 4 {\displaystyle \nu ={\tfrac {3}{4}}} und fĂŒr d = 3 {\displaystyle d=3} , Μ Μ = 0.5888 {\displaystyle \nu =0.5888} nahe).cite-ref-38[38] Der Fall d â„ â„ 5 {\displaystyle d\geq 5} wurde bewiesencite-ref-39[39], die FĂ€lle d = 2 , 3 , 4 {\displaystyle d=2,3,4} sind offen.cite-ref-40[40]cite-ref-41[41]
BezĂŒglich des Skalierungsgrenzwerts (Ăbergang vom Gitter zum Kontinuum) wurde 2004 ein wesentlicher Fortschritt erzielt, indem gezeigt wurde, dass er einer Schramm-Löwner-Evolution mit Îș Îș = 3 8 {\displaystyle \kappa ={\tfrac {3}{8}}} entspricht.cite-ref-42[42] Die Existenz des Skalierungsgrenzwerts und dessen konforme Invarianz ist allerdings offen.
Problem 14: Quantenfeldtheorie
âą Problem 14A: Man gebe eine mathematisch strenge Konstruktion der Quantenchromodynamik (QCD).
Die QCD ist ein Beispiel fĂŒr eine renormalisierbare Quantenfeldtheorie. Da die Konstruktion der QCD, einer nichtabelsche Eichfeldtheorie mit Fermionen, eventuell zu schwierig ist:
⹠Problem 14B: Man gebe eine mathematisch strenge Konstruktion einer nicht trivialen renormalisierbaren QFT (allerdings sollte sie nicht zu einfaches UV-Verhalten zeigen und nicht zu den superrenormalisierbaren QFT gehörencite-ref-43[43]), etwa im Rahmen der konstruktiven QFT.
Dabei ist impliziert, dass die ĂŒblichen vier Raum-Zeit-Dimensionen betrachtet werden. Da nach Simon der GroĂteil der Hochenergiephysiker annimmt, dass die Quantenelektrodynamik (QED), obwohl sehr gut mit Experimenten bei relativ niedrigen Energien ĂŒbereinstimmend, fĂŒr hohe Energien keine konsistente Theorie sei (Existenz von Landau-Polen)cite-ref-44[44]:
âą Problem 14C: Man beweise, dass QED keine konsistente Theorie ist.
Im Standardmodell ist die QED in die Elektroschwache Theorie eingebettet, eine nichtabelsche Eichtheorie, die aufgrund Asymptotischer Freiheit hĂ€ufig ein anderes Verhalten zeigen. Die Existenz von Landau-Polen (Divergenz der Kopplungskonstante bei endlicher Energie) ist mit der Frage der Quanten-TrivialitĂ€t der Theorie verbunden: die renormierte Ladung verschwindet â wobei hĂ€ufig das Bild gebraucht wird, dass sie vollstĂ€ndig durch Vakuumfluktuationen abgeschirmt wird â und entspricht somit einer âtrivialenâ Theorie freier (nicht wechselwirkender) Teilchen. Bei höheren Energien (kleineren AbstĂ€nden) wird die nackte Ladung aber immer weniger abgeschirmt und divergiert schlieĂlich am Landau-Pol.
Ein Beispiel fĂŒr Konsistenzfragen der QFT ist der Beweis der TrivialitĂ€t der Ï Ï 4 {\displaystyle \phi ^{4}} -QFT in d > 4 {\displaystyle d>4} Dimensionen von JĂŒrg Fröhlich und Michael Aizenman 1981cite-ref-45[45]
âą Problem 14D: Man beweise, dass die Ï Ï 4 {\displaystyle \phi ^{4}} QFT in vier Raumzeit-Dimensionen nicht konsistent ist.
Vermutet wurde die TrivialitĂ€t (verschwindende renormalisierte Kopplungskonstante) schon von Kenneth Wilson und John Kogut 1974.cite-ref-46[46] Von praktischer Bedeutung wĂ€ren skalare Feldtheorien fĂŒr Higgs-Bosonen, die aber im Standardmodell in nichtabelsche Eichtheorien eingebettet sind. Seit Simons Aufsatz gab es Fortschritte in der nichtstörungstheoretischen Behandlung von Quantenfeldtheorien auf dem Gitter, auch bezĂŒglich der TrivialitĂ€t skalarer Feldtheorien in vier Dimensionen.cite-ref-47[47] Ein strenger Beweis fehlt nach wie vor.
Problem 15: Cosmic Censorship
Als Abschluss wĂ€hlt Simon ein Problem aus der Allgemeinen RelativitĂ€tstheorie (ART), in der nach Beweisen von Stephen Hawking und Roger Penrose in den 1960er Jahren unvermeidlich SingularitĂ€ten vorkommen (SingularitĂ€ten-Theorem), und nicht wie davor bisweilen angenommen ein Relikt von Lösungen mit besonders hohen Symmetrien war wie einige KoordinatensingularitĂ€ten in der Schwarzschildlösung. Nach der Hypothese des kosmischen Zensors von Roger Penrose werden diese in der ART durch Ereignishorizonte vom ĂŒbrigen Universum abgeschirmt, es kommen keine Nackte SingularitĂ€ten vor. Allerdings gibt es auch Gegner der Cosmic Censorship Hypothese und das war sogar Gegenstand einer Wette zwischen Stephen Hawking (AnhĂ€nger von Cosmic Censorship) und Kip Thorne und John Preskill, die nackte SingularitĂ€ten in der ART theoretisch fĂŒr möglich halten.cite-ref-48[48]
Demetrios Christodoulou zeigte in den 1990er Jahren, dass sich nackte SingularitÀten in der ART mit Skalarfeldern als Materie unter UmstÀnden bilden können, diese aber instabil sind.
Liste von 2000
Die Probleme betreffen Schrödingeroperatoren und umfassen hauptsÀchlich zwei Problemkreise, zufÀllige Potentiale wie sie in Quantentransport auftreten und damit verbundenes anomales Verhalten der Spektren und im zweiten (und nach Ansicht von Simon schwierigeren) Problemkreis Coulombpotentiale.
ZunĂ€chst werden Schrödingeroperatoren mit ergodischen (zufĂ€lligen) Potentialen und fastperiodischen Potentialen betrachtet wie in Problem 12 der ersten Liste. Prototypen sind fĂŒr zufĂ€llige Potentiale das Anderson Modell auf einem Gitter und die Fast-Mathieu-Gleichung. FĂŒr das Anderson Modell werden folgende Probleme gestellt:
âą Problem 1: Ausgedehnte ZustĂ€nde. Beweise fĂŒr Μ Μ â„ â„ 3 {\displaystyle \nu \geq 3} und geeignete (genĂŒgend kleine) Werte von b â â a {\displaystyle b-a} , dass das Anderson Modell ein rein absolut kontinuierliches Spektrum fĂŒr einen gewissen Energiebereich hat. Das heiĂt, es existieren ausgedehnte (nicht lokalisierte) ZustĂ€nde. Dies entspricht Problem 12A in der ursprĂŒnglichen Liste von 1984.
âą Problem 2: Lokalisierung in zwei Dimensionen. Beweise, dass fĂŒr Μ Μ = 2 {\displaystyle \nu =2} das Spektrum des Anderson Modells ein dichtes reines Punktspektrum fĂŒr alle Werte von b â â a {\displaystyle b-a} hat. In der Physik entspricht das der Anderson-Lokalisierung. Dies wurde ebenfalls schon in der ursprĂŒnglichen Liste als Problem 12A aufgefĂŒhrt.
âą Problem 3: Quanten-Diffusion. Beweise, dass fĂŒr Μ Μ â„ â„ 3 {\displaystyle \nu \geq 3} und Werte von | b â â a | {\displaystyle |b-a|} , in denen ein absolut kontinuierliches Spektrum existiert, die Summe â â n â â Z Μ Μ n 2 â
â
| e ( i t H ) ( n , 0 ) | 2 {\displaystyle \sum _{n\in Z^{\nu }}n^{2}\cdot {|e^{(itH)}(n,0)|}^{2}} wie c t {\displaystyle ct} wĂ€chst, falls t â â â â {\displaystyle t\to \infty } . Das heiĂt, man hat einen Erwartungswert âš âš x ( t ) 2 ⩠⩠⌠⌠t {\displaystyle {\sqrt {\langle x(t)^{2}\rangle }}\sim {\sqrt {t}}} , wie es bei Diffusion zu erwarten ist. Das entspricht Problem 12B in der ursprĂŒnglichen Liste (das dort etwas anders formuliert ist).
Der Prototyp fĂŒr fastperiodische Potentiale ist der fastperiodische Mathieuoperator, fĂŒr den Simon folgende Probleme formuliert, die inzwischen alle gelöst sind:
âą Problem 4: Das Zehn Martini Problem (von Mark Kac). Beweise fĂŒr alle λ λ â â 0 {\displaystyle \lambda \neq 0} und alle irrationalen α α {\displaystyle \alpha } , dass das Spektrum des Hamiltonoperators (das von Ξ Ξ {\displaystyle \theta } unabhĂ€ngig ist) eine Cantor-Menge ist, das heiĂt, es ist nirgendwo dicht. Das Zehn-Martini-Problem wurde von Artur Avila und Svetlana Jitomirskaya gelöst.cite-ref-49[49] Vorarbeiten leisteten Joaquim Puigcite-ref-50[50] und Simon selbst mit Jean Bellissard.cite-ref-51[51]
âą Problem 5: Beweise, dass fĂŒr alle irrationalen α α {\displaystyle \alpha } und λ λ = 2 {\displaystyle \lambda =2} das Spektrum des Fast-Mathieu-Operators das Lebesgue-MaĂ Null hat. Gelöst 2003 von Artur Avila und R. Krikorian.cite-ref-52[52] Der Fall entspricht dem Schmetterlings-Fraktal von Douglas Hofstadter (der es in seiner Dissertation 1975 untersuchte und schon vermutet hatte, dass es Lebesgue-MaĂ Null hat).
âą Problem 6: Beweise, dass das Spektrum fĂŒr alle irrationalen α α {\displaystyle \alpha } und λ λ < 2 {\displaystyle \lambda <2} rein absolut kontinuierlich ist. Bewiesen von Artur Avila.cite-ref-53[53] Problem 5 und 6 wurden auch schon in der ursprĂŒnglichen Liste angesprochen (Problem 12D, auch wenn damals der irrationale Charakter von α α {\displaystyle \alpha } noch feiner unterschieden wurde).
Die nÀchsten Probleme behandeln langsam zerfallende Potentiale.
âą Problem 7: Gibt es Potentiale V ( x ) {\displaystyle V(x)} auf [ 0 , â â ) {\displaystyle [0,\infty )} mit | V ( x ) | ††C | x | ( â â 1 / 2 â â Ï” Ï” ) {\displaystyle |V(x)|\leq C|x|^{(-1/2-\epsilon )}} fĂŒr ein Ï” Ï” > 0 {\displaystyle \epsilon >0} so dass â â d 2 d x 2 + V {\displaystyle -{\frac {d^{2}}{dx^{2}}}+V} ein singulĂ€res kontinuierliches Spektrum hat ? Das Problem wurde positiv von S. A. Denissovcite-ref-54[54] und vollstĂ€ndig durch Alexander Kiselev gelöst.cite-ref-55[55]
âą Problem 8: Sei V {\displaystyle V} eine Funktion auf R Μ Μ {\displaystyle \mathbb {R} ^{\nu }} mit â« â« | x | ( â â Μ Μ + 1 ) | V ( x ) | 2 d Μ Μ x < â â {\displaystyle \int |x|^{(-\nu +1)}{|V(x)|}^{2}d^{\nu }x<\infty } . Beweise, dass â â Î Î + V {\displaystyle -\Delta +V} ein absolut kontinuierliches Spektrum hat, mit unendlicher MultiplizitĂ€t auf [ 0 , â â ) {\displaystyle [0,\infty )} und falls Μ Μ > 2 {\displaystyle \nu >2} . FĂŒr Μ Μ = 1 {\displaystyle \nu =1} von Percy Deift und Rowan Killip bewiesen.cite-ref-56[56]
Die nĂ€chsten Probleme betreffen die Schrödingergleichung mit Coulombpotential und besonders das VerstĂ€ndnis von Bindungsenergien von Atomen und MolekĂŒlen.
âą Problem 9: Sei E ( N , Z ) {\displaystyle E(N,Z)} die Grundzustandsenergie von N {\displaystyle N} Elektronen in einem Atom mit Kernladung Z {\displaystyle Z} und N 0 ( Z ) {\displaystyle N_{0}(Z)} das kleinste N {\displaystyle N} fĂŒr das E ( N + j ) = E ( N ) {\displaystyle E(N+j)=E(N)} . Beweise, dass N 0 ( Z ) â â Z {\displaystyle N_{0}(Z)-Z} fĂŒr Z â â â â {\displaystyle Z\to \infty } beschrĂ€nkt ist (eine weitere Vermutung ist, dass die Differenz entweder Null oder Eins ist). Das entspricht Problem 10D der ursprĂŒnglichen Liste.
âą Problem 10: Was ist die Asymptotik der Ionisierungsenergie ( ÎŽ ÎŽ E ) ( Z ) {\displaystyle (\delta E)(Z)} fĂŒr Z â â â â {\displaystyle Z\to \infty } ? Das Problem entspricht 10C in der ursprĂŒnglichen Liste. Ein damit verwandtes Problem ist das asymptotische Verhalten des Atomradius.
Die folgenden Probleme betreffen auch die Atom- und MolekĂŒlphysik (und Problem 13 die Festkörperphysik), sind aber nach Simon vager formuliert:
âą Problem 11: Man gebe eine mathematische sinnvolle Formulierung und strenge BegrĂŒndung des Schalenmodells der Atome.
âą Problem 12: Kann man gegenwĂ€rtige âab initioâ Techniken zur Bestimmung molekularer Konfigurationen in der Quantenchemie mathematisch streng begrĂŒnden? Gesucht wird ein mathematisch strenger Weg um von der fundamentalen quantenmechanischen Formulierung zu Konfigurationen von MakromolekĂŒlen zu gelangen.
âą Problem 13 entspricht Problem 11 der ursprĂŒnglichen Liste (Existenz von Kristallen)
Simon fĂŒhrt noch zwei weitere Probleme auf:
âą Problem 14: Beweise, dass die integrierte Zustandsdichte k ( E ) {\displaystyle k(E)} stetig von der Energie abhĂ€ngt (in einer Dimension und fĂŒr den diskreten Fall ist die stetige AbhĂ€ngigkeit bewiesen, gesucht ist der höherdimensionale Fall). FĂŒr das Anderson Modell war dies Problem 12C in der ursprĂŒnglichen Liste. FĂŒr die Fastperiodische Mathieugleichung (mit irrationalem α α {\displaystyle \alpha } ) bewiesen Artur Avila und David Damanik, dass die integrierte Zustandsdichte absolut stetig ist genau dann, falls | λ λ | â â 2 {\displaystyle |\lambda |\neq 2} (nicht kritische Kopplungskonstante).cite-ref-57[57]
âą Problem 15: Beweise die Vermutung von Elliott Lieb und Walter Thirringcite-ref-58[58] ĂŒber ihre Konstanten L ( Îł Îł , Μ Μ ) {\displaystyle L_{(\gamma ,\nu )}} fĂŒr Μ Μ = 1 {\displaystyle \nu =1} und 1 2 < Îł Îł < 3 2 {\displaystyle {\frac {1}{2}}<\gamma <{\frac {3}{2}}} .
Weblinks
âą Eric Weisstein: SimonÂŽs Problems (entsprechend der aktualisierten Liste von 2000)
âą Homepage von Simon (mit Online-Zugang der Artikel zu seinen Problemen)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Simon: Fifteen problems in mathematical physics, Oberwolfach Anniversary Volume, 1984, 423â454
cite-note-22. â Simon: Schrodinger Operators in the twentieth-first century, in: A. Fokas, A. Grigoryan, T. Kibble, B. Zegarlinski (Hrsg.): Mathematical Physics 2000, Imperial College Press, London, 283â288
cite-note-33. â In der 2000 aktualisierten Problemliste gibt Simon an, dass fĂŒnf inzwischen gelöst seien.
cite-note-44. â Zusammenfassung des Standes des Problems nach John Baez, Struggles with the continuum, Arxiv 2016
cite-note-55. â Wobei das Problem nicht die Kollisionen zweier Körper sind, die sich regularisieren lassen, sondern Kollisionen âhöherer Ordnungâ
cite-note-66. â Simon bemĂ€ngelt allerdings, dass kein strenger Beweis veröffentlicht wurde auĂer fĂŒr N = 2 {\displaystyle N=2} Teilchen, und Beweisskizzen fĂŒr N = 3 , 4 , 5 {\displaystyle N=3,4,5} .
cite-note-77. â F. Bonetto, J.L. Lebowitz, L. Rey-Bellet: FourierÂŽs law, a challenge to theorists, Arxiv, 2000
cite-note-88. â A. Dhar, Surprises in the theory of heat conduction, 2011 (PDF; 1,3 MB)
cite-note-99. â Fröhlich, Simon, Spencer, Infrared bounds, phase transitions and continuous symmetry breaking, Comm. Math. Phys., Band 50, 1976, S. 79â95, Online
cite-note-1010. â Dyson, Lieb, Simon, Phase transition in quantum spin systems with isotropic and nonisotropic interactions, J. Stat. Phys. Band 18, 1978, S. 335
cite-note-1111. â Im Gegensatz zum klassischen Fall besteht im quantenmechanischen Fall mathematisch ein groĂer Unterschied zwischen Antiferromagnet und Ferromagnet. Zum Beispiel: Lieb, Long range order for the quantum Heisenberg model (Memento vom 25. Mai 2017 im Internet Archive), 1999
cite-note-1212. â E. Jordao Neves, J. Fernando Perez, Long range order in the ground state of two dimensional Antiferromagnets, Phys. Lett. A, Band 114, 1986, S. 331â333
cite-note-1313. â T. Kennedy, E. H. Lieb, S. Shastry, J. Stat. Phys., Band 53, 1988, S. 1019â1030
cite-note-1414. â Lieb, Mattis, Theory of ferromagnetism and the ordering of electronic energy levels. In: Physical Review. Bd. 125, 1962, S. 164â172
cite-note-1515. â Der Beweis in einem diesbezĂŒglich etwas kĂŒnstlichen Modell gelang David Ruelle 1971, Existence of Phase Transitions in a Continuous Classical System, Phys. Rev. Lett., Band 27, 1971, S. 1040
cite-note-1616. â I. M. Sigal, Asymptotic Completeness, AMS Translations 175, 1996, S. 183â201 (PDF; 147 kB)
cite-note-1717. â Sigal, Soffer, The N-Particle scattering problem: asymptotic completeness for short range quantum systems, Annals of Mathematics, Band 125, 1987, S. 35â108
cite-note-1818. â Sigal, Soffer, Asymptotic completeness for N-particle long range scattering. In: Journal of the Am. Math. Soc., Band 7, 1994, S. 307â334, pdf
cite-note-1919. â Derezinski, Asymptotic completeness of N-particle long range quantum systems, Annals of Math., Band 138, 1993, S. 427â476
cite-note-2020. â J.M.C. Scott: LXXXII. The binding energy of the Thomas-Fermi Atom. In: The London, Edinburgh, and Dublin Philosophical Magazine and Journal of Science. Band 43, Nr. 343, August 1952, ISSN 1941-5982, S. 859â867, doi:10.1080/14786440808520234 (tandfonline.com [abgerufen am 25. Januar 2022]).
cite-note-2121. â Dyson, Lenard Stability of matter, Teil 1, J. Math. Phys., Band 8, 1967, S. 423â434, Band 9, 1968, S. 698â711
cite-note-2222. â Lieb, Thirring, Bound for the Kinetic Energy of Fermions which Proves the Stability of Matter, Phys. Rev. Lett., Band 35, 1975, S. 687â689
cite-note-2323. â Die obere Schranke stammt von Freeman Dyson, Ground state energy of a finite system of charged particles, J. Math. Phys., Band 8, 1967, S. 1538, die untere von Dyson und Lenard, Stability of matter 1,2, J. Math. Phys., Band 8, 1967, 423â434, Band 9, 1968, S. 698â711
cite-note-2424. â Lieb, The N 5 3 {\displaystyle N^{\tfrac {5}{3}}} Law for Bosons, Phys. Lett. A, Band 70, 1979, S. 71
cite-note-2525. â J. G. Conlon, E. H. Lieb, H.-T. Yau: The N 7 5 {\displaystyle N^{\frac {7}{5}}} law for charged bosons, Commun. Math. Phys., Band 116, 1988, S. 417â448, Project Euclid
cite-note-2626. â Xavier Blanc, Mathieu Lewin, The Crystallization Conjecture: A Review, EMS Surveys in Math., 2015, Arxiv
cite-note-2727. â Goldsheid, Molchanov, Pastur, A pure point spectrum for the stochastic one dimensional Schrödinger equation, Funct. Analysis Applic., Band 11, 1977, S. 1â10, vergleiche auch Simon, Schrödinger operators in the 21. century, J. Math. Phys., Band 41, 2000, S. 3523â3555, Kapitel VII (Ergodic Potentials).
cite-note-2828. â J. Fröhlich, T. Spencer, Absence of diffusion in the Anderson tight binding model for large disorder or low energy, Comm. Math. Phys., Band 88, 1983, S. 151â184
cite-note-2929. â M. Aizenman, S. Molchanov, Localization at large disorder and extreme energies: an elementary derivation, Comm. Math. Phys., Band 157, 1993, S. 235â277
cite-note-3030. â Zum Beispiel Reed, Simon, Methods of Modern Mathematical Physics, Band 4, Academic Press 1978
cite-note-3131. â Sarnak, Spectral behaviour of quasiperiodic potentials, Comm. Math. Phys., Band 84, 1982, S. 377â401, Online
cite-note-3232. â Ein Teil der Vermutungen war in der ursprĂŒnglich gestellten Form 12D falsch, wie Yoram Last in seiner Dissertation bewies. Jitomirskaya, in: Fritz Gesztesy, From Mathematical Physics to Analysis, A walk in Barry Simon's Mathematical Garden II, Notices AMS, September 2016, S. 881
cite-note-3333. â Avila, The absolutely continuous spectrum of the almost Mathieu operator, 2008. Das fĂŒr einige α α {\displaystyle \alpha } ein rein kontinuierliches Spektrum vorhanden war schon vorher bekannt und es war fĂŒr alle α α {\displaystyle \alpha } vermutet worden.
cite-note-3434. â A. Y. Gordon, S. Jitomirskaya, Y. Last, B. Simon, Duality and singular continuous spectrum in the almost Mathieu equation, Acta Math., Band 178, 1997, S. 169â183. Darin wird gezeigt, dass fĂŒr α α {\displaystyle \alpha } , bei denen die Folge der ganzen Zahlen der Kettenbruchentwicklung nicht beschrĂ€nkt ist (was fĂŒr fast alle α α {\displaystyle \alpha } gilt) fĂŒr fast alle Phasen ein singulĂ€r kontinuierliches Spektrum besteht.
cite-note-3535. â S. Jitomirskaya, Metal-insulator transition for the almost Mathieu operator, Ann. of Math., Band 150, 1999, S. 1159â1175
cite-note-3636. â Unter anderem Artur Avila, Jiangong You, Qui Zhou, Sharp Phase transitions for the almost Mathieu operator, Arxiv 2015
cite-note-3737. â Nach Simon hatten zwei bekannte Mathematiker gegen ihn gewettet, dass ĂŒberhaupt kein Punktspektrum existiert
cite-note-3838. â FĂŒr d = 1 {\displaystyle d=1} kann man auĂerdem einfach zeigen, dass Μ Μ = 1 {\displaystyle \nu =1}
cite-note-3939. â David Brydges, Thomas Spencer, Self-avoiding walk in 5 and more dimensions, Comm. Math. Phys., Band 97, 1985, S. 125â148, Online
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cite-note-4141. â Gordon Slade, The self avoiding walk, 2010, pdf
cite-note-4242. â Lawler, Schramm, Werner, On the scaling limit of planar self-avoiding walk, 2004
cite-note-4343. â Diese haben nur eine endliche Anzahl von divergenten Feynmandiagrammen
cite-note-4444. â Zum Beispiel Espriu, Tarrach: Ambiguities in QED: Renormalons versus Triviality. In: Phys. Lett. B, Band 383, 1996, S. 482â486, Arxiv
cite-note-4545. â Siehe zum Beispiel Ulli Wolff, Triviality of four dimensional phi^4 theory on the lattice, Scholarpedia 2014
cite-note-4646. â Wilson, Kogut, The Renormalization Group and the Ï” Ï” {\displaystyle \epsilon } -Expansion, Physics Reports, Band 12, 1974, S. 75
cite-note-4747. â Zum Beispiel Kuti, Shen, Supercomputing the effective action, Phys. Rev. Lett., Band 60, 1988, S. 85, Drummond, Duane, Horgan, Stochastic quantization simulation of Ï4 theory, Nucl. Phys. B, Band 280, 1987, S. 25â44
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